Gedanken rund um Marketing, E-Business und deren Einflüsse auf unser tägliches Leben.

Archiv für die Kategorie ‘Werbung’

Personalisierte Newsletter

Ich persönlich bin ja wirklich nicht so der Typ Mensch, welcher Privat unzählige Newsletter abonniert und diese dann ungelesen in den Spam verschiebt.
Im beruflichen Alltag ist es aber ein Teil meiner Arbeit, dass ich mir die Newsletter – besonders die der Konkurrenten – durchlese. Jeden Tag durchforste ich eine gerade noch überschaubare Anzahl von Newslettern. Diese analysiere ich dann und vergleiche die Preise und die Produkte.

In meinem Unternehmen haben wir eine Person für die Erstellung und Gestaltung von Newslettern beauftragt. Die Newsletter-Themen stehen bereits viele Wochen vor Erscheinung des Newsletters fest. Es kommt nur sehr selten zu Änderungen. Wir versenden 2 mal wöchentlich Newsetter – was übers Jahr gerechnet bedeutet – wir brauchen 104 Themen. Mein Kollege hat teilweise nur wenige Tage für die Erstellung und Gestaltung eines Newsletters Zeit. Hierfür müssen vorab natürlich immer die passenden Produkte und Preise bzw. Aktion verwendet werden. Danach muss das Layout erstellt und der Newsletter versendet werden. Dieser Aufwand nimmt einige Tage Arbeit in Anspruch und das Verfahren beginnt dann immer wieder von Vorne.
Da ich behaupte, dass die meisten Leute den Newsletter ungelesen löschen obwohl sehr viel Aufwand dahinter steht, habe ich mich Privat also nur für Newsletter angemeldet, welche ich auch lese.
Mein neuester Vorschlag beim Marketing-Meeting war, dass nicht jeder Kunde alle Newsletter erhalten soll, sondern wir diese nach Interessengebiete aufteilen. Diese könnte eine gute Methode sein, damit nicht so viele Newsletter im Müll landen und sich die Kunden nicht genervt fühlen. Der Vorschlag ist grundsätzlich gut angekommen, aber jetzt benötigen alle Mitarbeiter eine kurze Überlegungszeit um zu Überlegen, wie wir dieses Vorhaben am Besten umsetzten.
Hat jemand von euch auch derartige Erfahrungen mit „personalisierten Newsletter“ und was haltet ihr davon.

Lg
Kathi

^mr

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DMX Austria 2011 – Meine Themenabschweifung

Mehr oder weniger erwartungsvoll stand ich dem gestrigen ersten Veranstaltungstag der DMX Austria 2011 – Expo & Conference For Digital Marketing gegenüber. Das Programm las sich schonmal top: „Neuromarketing im Internet“, „Performance-Treiber für erfolgreiches Affiliate-Marketing“ oder die Podiumsdiskussion zu „Mobile Advertising – dessen Status & Notwendigkeiten in Österreich“ um nur einige zu nennen.

Leider konnte das Versprochene bei weitem nicht eingehalten werden. Das Fazit am „Morgen danach“ fällt daher eher enttäuscht als begeistert aus. An erster Stelle muss ich mal den Veranstalter selbst (SM:Ile Communication) kritisieren. Begonnen mit den Einladungen auf Papier, die man selbst ausschneiden und zusammenfalten durfte, über die fehlende Twitter-Wall (ich wiederhole – fehlende Twitter-Wall!!!) bis hin zu enttäuschender Verpflegung in den Pausen kann man hier die Schlagworte digital und professionell eher suchen als finden. Das größte Problem war allerdings das mangelnde Platzangebot im Vortragssaal. Einmal einen Platz gefunden, gab man ihn ungern wieder her, um nicht die Vorträge stehend auf den „billigen Plätzen“ mitverfolgen zu müssen.

Bezeichnet man diese Kritik nun als Luxusproblem, scheint mir die Qualität der Vorträge eher durchwachsen. Teilweise hatte man das Gefühl, dass mancher Vortragende eher die eigene Firma in den Vordergrund bringen wollte, als dass über neue Trends und Innovationen gesprochen wurde. Beim Vortrag von Jörg Rensmann, Geschäftsführer von infoMantis GmbH, der das Thema „Kundenbindung ohne SPAM: Wie Sie Reichweite und Aufmerksamkeit erzielen“ behandelte, wurde allein das Wort „SPAM“ nur 2 Mal erwähnt. Die Podiumsdiskussion entsprach auch nicht dem, was ich mir unter einer Diskussion vorstelle. Thema war „Mobile Advertising – dessen Status und Notwendigkeiten in Österreich“, worüber der Moderator Harald Winkelhofer (IQ mobile GmbH) erstmal 20 Minuten präsentierte. Die Diskussion danach wurde unter anderem auch dadurch erschwert, dass den  5 Diskussionsteilnehmern nur 2 Mikrofone zur Verfügung standen. – Dies waren nur einige Beispiele für die Qualität der Vorträge.

Aber es gab auch positiv auffallende Vorträge: Ein Highlight darunter war eindeutig der Vortrag von Kati Schulze (Emailvision GmbH) über „10 Erfolgsfaktoren im E-Mail Marketing“, die als einzige Frau am ersten Veranstaltungstag informativ und sympathisch referierte. Auch „Neuromarketing im Internet“ von Ralf Pispers (.dotkomm rich media solutions) gab einen erfrischenden Einblick, wie wichtig der Mensch selbst im Internet zu sein scheint. Altbewährter Stimmungsheber war Jan Bertil Dahms (etracker GmbH), der nach der Mittagspause informative Erkenntnisse zum Thema „Web-Formular – wie Sie Abbruchraten gezielt senken“ mit einem Hauch Comedy vermischte.

Alles in allem waren die Vorträge sehr gut ausgearbeitet, den Präsentatoren blieb dabei in nur 20 Minuten kaum Zeit, auf die Themen genauer einzugehen. So wurde eher an der Oberfläche gekratzt, als neue Erkenntnisse Preis gegeben, was bei mehr als 15 Vorträgen pro Tag etwas langatmig war.

Doch das Beste kommt wie immer zum Schluss: Als ich nun gestern im Zug nach Hause saß, und den Tag nochmal Revue passieren ließ, überkam mich ein Gefühl der Freude. Nein, Freude war nicht ganz das richtige Wort, es war eher Stolz. Nämlich darüber, dass mich all die schlaflosen Nächte über Büchern, Wochenenden mit Lerngruppen und sonnige Samstag-Nachmittage in muffigen Vorlesungssälen dahin gebracht haben wo ich jetzt bin – nämlich ein Online-Marketer.

War jemand von euch auf der DMX in Wien? Was sind eurer Meinung nach die Highlights der Expo?

Liebe Grüße,

Kathi

^TA, SI, CM

Wie investiert man Geld richtig – Teil II

Letze Woche hab ich mir bereits einmal Gedanken über dieses  Thema gemacht – heute gibt es eine Fortsetzung davon, da ich für mich neue Erkenntnisse gewonnen habe, die ich euch gerne mitteilen würde.

Ich habe zum Thema alte und neue Marketinginstrumente einige Diskussionen geführt und ein bisschen im Internet recherchiert, da mich das Thema einfach nicht mehr losgelassen hat.

Die Quintessenz ist, dass zum  momentanen Zeitpunkt beide Varianten ihre Daseinsberechtigung haben. Die digitale Ökonomie generell verschafft uns einige  Vorteile wie zum Beispiel Digitalisierung,  Möglichkeiten zur Kostensenkung, die Möglichkeit Nutzen aus Sozialen Netzwerken zu ziehen und noch vieles mehr. Herkömmliche Methoden der Ökonomie und des Marketings haben insofern eine Berechtigung, da enge Kundenbeziehungen aufgebaut wurden und diese – auf den letztens von mir bereits diskutierten Messen – gepflegt wurden und auch heute weiterhin versucht wird, diese aufrecht zu erhalten. Auf den sogenannten elektronischen Marktplätzen – zu denen ich euch meine Meinung ja schon kund getan hab – ist eine Kundenpflege ja nur sehr schwer möglich.

Und wie wir ja alle wissen – loyale Kunden sind des Unternehmens wichtigstes Gut!

Ich wünsch euch noch einen schönen Abend.

Kathi

^sy

Bilder erzählen Geschichten – Werbung wirkt

Der Frühling ist im Anmarsch, die Uhren sind umgestellt und es ist Zeit die Winterklamotten im Kasten zu verstauen. Die Frühjahrskollektionen meiner Lieblingslabels sind begutachtet. Da werden wieder einige Kleidungsstücke ein neues zu Hause finden :-). Damit ich nicht zu viele Klamotten anhäufe muss auch etwas entsorgt werden. 

Ein rosa Pulli den ich seit über sechs Jahren habe bleibt mit Sicherheit von dieser Aufräumaktion verschont da ich mit diesem Pulli Erlebnisse verbinde, die mich zu einem loyalen Kunden von Benetton machen. 

Ich weiß zwar nicht mehr genau, wo ich die Außenwerbungen von Benetton das erste mal wahrgenommen habe, die Schockphotos von Olivierio Toscani haben nicht nur in der Presse für Aufsehen gesorgt, sie lieferten  Gesprächsstoff für ganze Abende in meinem Freundeskreis. Die Bilder erzählen Geschichten die schockieren, gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Diese Photographien bringen einen Teil Wirklichkeit in die phantasievolle  Werbewelt und rücken das eigentliche Produkt in den Hintergrund. Oder wer denkt bei dem Anblick eines todkranken Menschen schon an bunte Mode von UCB?   

Aidskranker

Olivierio Toscani und Benetton gehen nun schon einige Jahre getrennte Wege, trotzdem verbinde ich mit Benetton diese kritische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und würde mich freuen wenn es wieder zu einer Zusammenarbeit zwischen Benetton und Olivierio Toscani kommen könnte  – ich darf ja träumen. Den Mehrwert den Benetton mit diesen Kampagnen geliefert hat den gibt es nur mehr in Museen und in Köpfen weniger Menschen. Ist somit ein Teil des USP verloren gegangen? Ich denke schon denn viele Kollegen und Freunde, die einem jüngeren Jahrgang angehören kennen UCB nicht mehr in dieser Form.  Eine Kollegin, mit der ich mein Büro teile fragte mich mal von welcher Marke denn der rosa Pulli sei. Anstatt ihr meine Geschichte zu erzählen verbrachten wir die Mittagspause im Internet um uns die alten Werbekampagnen anzusehen. 

In den Augen meiner Kollegin sah ich das Entsetzen, welches auch mich seiner Zeit überkam und wir hatten noch Gesprächsstoff für viele Tage.  

Eine meiner Lieblingskampagnen.

herzen
Kampagne Benetton

 Welche Kampagnen gefallen euch, oder welche findet ihr wirklich schlecht?

Kathi

^ta

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