Gedanken rund um Marketing, E-Business und deren Einflüsse auf unser tägliches Leben.

Beiträge mit Schlagwort ‘Marketing’

Immer Unterwegs

Mit meinem Verstand gerüstet machte ich mich vor einigen Tagen und verließ die sichere Umgebung der FH um mich in der Welt des Marketings umzusehen. Hoch motiviert wagte ich mich auf diverse Pfade um Einblicke in die Natur der Marketingentscheider zu erhalten. Auf meiner Reise begegneten mir einige von ihnen. Ich erlebt Spezialisten bei der Arbeit in ihrem Fachgebiet. Rich Media, SEO, Newsletter, Email-Marketing, Re- Targetting, Direct Marketing um nur einige Facetten zu nennen.

So unterschiedlich wie die Methoden und Konzepte auch sind – Ich hörte immer nur die Vorzüge des jeweiligen Marketingansatzes und sah den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Ich fragte mich welches nun die zukunftsweisende Richtung sei. Während einer kurzen geistigen Verschnaufpause, in welcher ich mich gesammelt hatte, drängte sich mir ein Gedanke in den Vordergrund.

Ich bin von einer Wandergesellin, die auf der Suche nach Wissen war, zu einer ebenbürtigen Diskussionspartnerin im Themengebiet Marketing herangereift. Das Handwerkszeug hat sich gesetzt, darum liegt es an mir den Vorzügen der Marketingansätze bzw. Konzepte kritisch gegenüber zu treten und ihre Zukunftsfähigkeit zu hinterfragen.

Auf keinen Fall möchte ich hochnäsig wirken, denn diese Erkenntnis ermöglicht mir die Scheuklappen abzulegen und mich mit Selbstvertrauen an neue Aufgaben heranzuwagen.
In diesem Sinne lade ich alle ein sich mit Fragen zum Thema an mich zu wenden.
LG

Kathi

 

 

 

^ta

1,2 oder 3 – Wer die Wahl hat, hat die Quahl

Wenn es um die Frage der Gestaltung von Lebensabschnitten geht, haben manche Bekannte bzw. bekannte Leute interessante Ansätze.
Jedoch halte ich nichts davon meinen freien Willen aufzugeben und mich nach Mustern anderer in meiner Entscheidungsfreiheit einschränken zu lassen. Doch an diesem Nachmittag hat mich die Redegewandtheit eines Kollegen überrascht und ich fühlte mich überrumpelt.

Es drehte sich um die Entscheidung für das weitere Vorgehen in einem Projekt. Zur Diskussion standen drei Vorschläge wobei einer augenscheinlich nicht geeignet war, denn er war in der Kürze der Zeit die uns noch zur Verfügung stand nicht realisierbar. Also konnte ich mich nur zwischen den zwei übrigen entscheiden und ich wählte das kleinere Übel. Es gab aber leider einen Haken an der Sache denn ich musste die halbe Nacht damit verbringen Vorbereitungsarbeit für das Meeting am darauffolgenden Tag zu erledigen. Ich machte meinen Job sehr gut, denn der Auftraggeber war mit den präsentierten Zahlen sehr zufrieden.
Völlig übermüdet vernahm ich die lobenden Worte, welche an meinen Kollegen gerichtet wurden. Mit keinem Wort und keiner Gestik wurde mein Einsatz erwähnt geschweige denn gelobt.

Es mussten ein paar Stunden vergehen bis ich verstanden hatte was geschehen war. Durch die Präsentation von drei Auswahlmöglichkeiten hatte ich mich für die mittlere Variante entschieden. Die erste Möglichkeit hatte ich abgelehnt da sie von den Zeitvorgaben nicht realisierbar gewesen wäre. Also wählte ich die Variante mit dem geringeren Kostenaufwand.

Ich erinnerte mich an eine Vorlesung über die Wirkung der Produktpräsentation mit dem Thema Versioning bzw. extremeness aversion. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass es bei der Präsentation von zwei Varianten häufiger zu einem Abbruch der Entscheidungsfindung als bei der Präsentation von drei Varianten kommt.

Ich hatte mir zwar die Situation für mich veranschaulicht, jedoch hätte ich mir von meinem Kollegen ein anerkennendes Verhalten erwartet.

Wer kennt solch Entscheidungssituationen oder solche Kollegen?

Kathi
1,2 oder 3

 

 

 

 

 

 

^ta

Value of a Fan

Für jeden Online-Marketing-Manager ist es unter anderem interessant zu wissen, was die Zielgruppe auf den Social Media Kanälen wichtig findet. Zu diesem Thema hat das internationale Marketing- und Marktforschungsunternehmen Millward Brown zusammen mit der World Federation of Advertisers (WFA) die Studie „Value of a Fan“ am 22. März in London vorgestellt.

Dabei erschienen mir 2 Auswertungen als besonders wichtig:
1. Fan page attributes
2. Fan page benefits

Social Media
Fan page attributes
Hier steht an erster Stelle die einfache Bedienbarkeit, dh. Usability ist für 55 % der Befragten am wichtigsten. Beispielsweise wenn der Kunde 20 Mal klicken muss um ein T-Shirt zu kaufen, ist dieser schnell weg, denn die Konkurrenz ist nur 1 Maus-Klick entfernt.

An 2. Stelle fanden die Befragten, dass Informationen auf den Social Media Kanälen vertrauenswürdig (48 %) sein sollten. Nur ein Kunde, der dem Unternehmen vertraut, ist ihm auch loyal.

Weiters ist nicht zu verachten, dass das Design, der Spaß-Faktor und die Aktualität des Inhalts unter den Top 10 stehen. Daher ist den Marketingverantwortlichen der Unternehmen zu raten, auch auf den Social Media Kanälen der Kreativität freien Lauf zu lassen. Denn mit solchen „Specials“ können die Unternehmen extra punkten.

Social Media

Fan page benefits
Bei dieser Auswertung kommt sehr stark hervor, dass besonders 4 Werte für die Zielgruppe wichtig sind: Neuigkeiten (62 %), Information (61 %), Wettkampf (58 %) und Angebote (55 %).

Vor allem sind die Fans an den aktuellsten Neuigkeiten und Informationen über die Marke und deren Produkte interessiert. Um einen Fan zu bekommen, müssen die Unternehmen schon gute Marken und Produkte haben, aber um einen Fan an sich zu binden, sollten die Marketingverantwortlichen auch über alles Neue informieren.

Doch manchmal reicht dies nicht. Besondere Aufmerksamkeit erhalten die Marken und Produkte indem die Unternehmen den Kunden Wettkämpfe bzw. Gewinnspiele anbietet, wo sie Preise gewinnen können. Auch mit speziellen Angeboten kann der Kunde gelockt werden.

Fazit: In Bezug auf die Social Media Kanäle geht es nicht mehr darum, einfach nur dabei zu sein, sondern auch auf diesen Plattformen alles richtig zu machen. Denn so leicht ein Kunde auch ein „Fan“ werden kann, so schnell kann er es auch mit einem Klick beim Konkurrenten sein. Es geht nicht mehr darum, die meisten Fans zu haben – sie sollten auch die Produkte, die das Unternehmen anbietet, kaufen.

Oder wie empfindet ihr das?

Kathi

Quelle:
http://www.wfanet.org/en/global-news/global-advertisers-and-their-fans-explore-value-of-social-media
http://www.slideshare.net/MillwardBrown/value-of-a-fan

^SI

Wie investiert man Geld richtig?

Jeder kennt das – am Beginn des Geschäftsjahres bekommt man wieder ein gewisses Budget zugeteilt – meist ein bisschen weniger als im Vorjahr, außer man hat den Fehler gemacht – nicht alles zu „verprassen“ , dann erhält man gleich ein gutes Stück weniger.
Unser Marketingbudget wurde heuer nur ein „bisschen“ (Marketingbudget kann man eigentlich ja nie genug haben)  gekürzt und nachdem wir dieses Budget erhalten haben, stellen wir uns – wie jedes Jahr – die Frage: Lohnen sich gewisse Investitionen oder könnten wir das Geld sinnvoller verwenden, da manches kein direktes Ergebnis vorweisen können. Tja unsere Mühlen drehen sich wirklich langsam – wir diskutieren wirklich jedes Jahr – mit dem Ende vom Lied, dass unser Chef meint: „Ach schaun wir uns das mal ein Jahr an, wenns nicht passt dann streichen wir es im nächsten Jahr.“  Dieses Spiel spielen wir mit Sicherheit auch nächstes Jahr wieder.

Aber warum?

Meiner Meinung ist in der heutigen Marketingwelt Social Networking äußerst wichtig, dies muss man aber zum Beispiel nicht auf einer großen Messe tun, wo immense Standgebühren, Mitarbeiterkosten, Verpflegungskosten usw. anfallen – ich glaub jeder Messeaussteller weiß wovon ich rede.

Ist es wirklich notwendig auch dabei zu sein nur um der Konkurrenz zu zeigen, dass man da ist.  Kann man dieses Geld nicht gewinnbringender mit Hilfe der neuen Medien investieren?
Unsere „alten Hasen“ meinen, dass ein Fernbleiben unmöglich sei – man muss Vorort sein und alle Kontakte pflegen.
Wir Jungen verstehen das eher weniger – es kann uns aber auch keiner erklären und das Argument – es war halt immer so – ist mir definitiv zu wenig.

Vielleicht kann mir von euch jemand helfen: Kann man alteingesessene Marketinginstrumente teilweise oder ganz durch neuere, billigere ersetzen ohne dadurch einen Schaden zu erleiden? Seht ihr das nicht so, dass man dieses Geld zukünftig besser investieren kann oder greift unsere Generation schon zu sehr auf die neuen Medien zurück, dass wir ev. überteuerte aber bewährte Marketinginstrumente nicht mehr zu schätzen wissen.

Ich wünsch euch noch einen schönen Abend.

Kathi

^sy

Bilder erzählen Geschichten – Werbung wirkt

Der Frühling ist im Anmarsch, die Uhren sind umgestellt und es ist Zeit die Winterklamotten im Kasten zu verstauen. Die Frühjahrskollektionen meiner Lieblingslabels sind begutachtet. Da werden wieder einige Kleidungsstücke ein neues zu Hause finden :-). Damit ich nicht zu viele Klamotten anhäufe muss auch etwas entsorgt werden. 

Ein rosa Pulli den ich seit über sechs Jahren habe bleibt mit Sicherheit von dieser Aufräumaktion verschont da ich mit diesem Pulli Erlebnisse verbinde, die mich zu einem loyalen Kunden von Benetton machen. 

Ich weiß zwar nicht mehr genau, wo ich die Außenwerbungen von Benetton das erste mal wahrgenommen habe, die Schockphotos von Olivierio Toscani haben nicht nur in der Presse für Aufsehen gesorgt, sie lieferten  Gesprächsstoff für ganze Abende in meinem Freundeskreis. Die Bilder erzählen Geschichten die schockieren, gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Diese Photographien bringen einen Teil Wirklichkeit in die phantasievolle  Werbewelt und rücken das eigentliche Produkt in den Hintergrund. Oder wer denkt bei dem Anblick eines todkranken Menschen schon an bunte Mode von UCB?   

Aidskranker

Olivierio Toscani und Benetton gehen nun schon einige Jahre getrennte Wege, trotzdem verbinde ich mit Benetton diese kritische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und würde mich freuen wenn es wieder zu einer Zusammenarbeit zwischen Benetton und Olivierio Toscani kommen könnte  – ich darf ja träumen. Den Mehrwert den Benetton mit diesen Kampagnen geliefert hat den gibt es nur mehr in Museen und in Köpfen weniger Menschen. Ist somit ein Teil des USP verloren gegangen? Ich denke schon denn viele Kollegen und Freunde, die einem jüngeren Jahrgang angehören kennen UCB nicht mehr in dieser Form.  Eine Kollegin, mit der ich mein Büro teile fragte mich mal von welcher Marke denn der rosa Pulli sei. Anstatt ihr meine Geschichte zu erzählen verbrachten wir die Mittagspause im Internet um uns die alten Werbekampagnen anzusehen. 

In den Augen meiner Kollegin sah ich das Entsetzen, welches auch mich seiner Zeit überkam und wir hatten noch Gesprächsstoff für viele Tage.  

Eine meiner Lieblingskampagnen.

herzen
Kampagne Benetton

 Welche Kampagnen gefallen euch, oder welche findet ihr wirklich schlecht?

Kathi

^ta

Ach wie gut das niemand weiß … Was ich will und wie ich heiß

 Wie im Märchen der Gebrüder Grimm kommt es auch im Marketing darauf an, sein gegenüber zu kennen. Diese Weisheit ist natürlich nicht neu und – mit dem Einzug von Customer Relationship Management in die Unternehmenswelt – wird der kundenorientierte Ansatz verwirklicht. Viele Unternehmen scheitern bei der Einführung bzw. beim Erreichen ihre Erwartungen nicht.

CRM erfordert von einem Unternehmen eine kundenorientierte Unternehmensstrategie. Die Kundenbedürfnisse müssen im Fokus stehen und in die Unternehmensprozesse eingebunden werden. Kurz gesagt: Unternehmen müssen ihre Kunden kennen wie Tante Emma ihren Laden. Seine Kunden zu kennen und Informationen über sie zu erhalten, ist mit einem CRM System machbar. 

Seine „Noch-Nicht-Kunden“, Leads oder Prospects zu managen, ist für mich die hohe Kunst im Direct Marketing.

Leadmanagement bedingt die erfolgreiche Umsetzung einer CRM-Lösung, weil man sich mit dem integrativen Ansatz auseinander setzen muss.

Die Umsetzung des Prozesses zur Leadgenerierung erfordert eine einwandfreie Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb. 

Die Unterscheidung zwischen Hot und Cold Lead sollte nicht nach künstlerisch kreativen Gesichtspunkten von statten gehen, sondern durch einen Qualifizierungsprozess erfolgen. Die Wahl der Beurteilungskriterien sollte immer den möglichen Kundenwert im Auge haben.

Wo werden Leads gefunden bzw. gesucht? Offline sind Messen, „Tag der offenen Tür“- Veranstaltungen bzw. Online, Webformulare, Fan-Pages anzuführen – sprich alle Touch-Points mit möglichen Kunden. Da der Erstkontakt meist nur von kurzer Dauer ist und eine weitere Chance zur Leadgenerierung ausbleibt, hängt der Erfolg von der Qualität der erhobenen Daten ab.

Wenn Unternehmen bei der Einführung von CRM scheitern – wie läuft es erst bei Leadmanagement ab? 

Vielleicht wird ja das Leadmanagement mit dem dahinterstehenden Prozess Teil meiner Bachelorarbeit. Ist das eine Idee oder nur ein flüchtiger Gedanke – ach wie gut das ich heut noch nicht weiß?

Feedback zum Thema freuen mich immer!

Kathi 

^ta

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